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Deine Checkliste für entspanntes und sicheres Baden am See, Fluss oder Meer!

Jul 6, 2020 | alle, Babyschwimmen, Schwimmen lernen, Wassergewöhnung, Wassersicherheit

1. Wie wählst du die richtige Badestelle aus?

Wie ist die Wasserqualität beim Baden? 

Überprüfe vor dem Baden, wie es um die Wasserqualität des Gewässers bestellt ist. Die meisten Badestellen im deutschsprachigen Raum haben eine gute bis sehr gute Wasserqualität. Aber es gibt regionale Unterschiede. Hier kannst du dich informieren: 

Wie hoch ist die Wassertemperatur

Vor allem kleinere Kinder sind sehr kälteempfindlich und kühlen schnell aus. Kinder, die sich gerade erst mit dem Wasser vertraut machen und eher etwas vorsichtig sind, mögen oft lieber wärmeres Wasser. 

Laut, voll – ein richtiges Getummel

Bei der Suche nach der passenden Badestelle wähle ich immer die weniger besuchten. Wenn du vor lauter Menschen nicht mehr das Wasser siehst, ist das kein sicherer Ort zum Baden mit Kindern. 

Im letzten Jahr verbrachte ich einige Wochen in Südengland. Ich war an einer kleinen Bucht, die nur bei Ebbe zu betreten ist. Es war Ostersonntag bei schönstem Wetter. Du kannst dir also denken, was da los war. 

Nur ganz wenige Besucher hatten mitbekommen, dass etwas passiert war: Eine Frau rannte plötzlich mit Kleidern ins Wasser, ein Mann folgte ihr. Sie holten einen etwa 10-jährigen Jungen aus dem Wasser.

Er wurde durch die Strömung in der engen Bucht an einen Felsen getrieben und kam aus eigener Kraft nicht mehr zurück. Er war schon völlig erschöpft und unterkühlt.

Zum Glück ist damals alles gut ausgegangen. Aber durch die Menschenmassen und das Getümmel an diesem Strand war es so unübersichtlich und laut geworden, dass ein Schrei um Hilfe kaum mehr gehört werden konnte.

Erst recht war es unmöglich jemanden auszumachen, der durch Handzeichen signalisierte, dass er in Not geraten war.

Meide also besser diese sehr belebten Orte zum Baden und suche dir lieber einen stilleren Platz aus. Dies gilt vor allem dann, wenn dein Kind noch nicht sicher schwimmen kann.

Ist die Badestelle bewacht? 

Die meisten Badeunfälle passieren an unbewachten Stränden oder Badestellen. Wähle unbedingt eine Stelle, an dem Rettungsschwimmer vor Ort sind, aber verlasse dich nicht auf sie.

Lass dein sicher schwimmendes Kind in Wassernähe auf keinen Fall aus den Augen und bleib immer in Reichweite deines Kindes, sollte es noch nicht schwimmen können.

Schwimme mit deinem Kind nur an bewachten Badestellen

Gibt es Schattenplätze?

Wenn ihr an der Badestelle angekommen seid, dann such dir mit deinem Kind unbedingt einen Platz im Schatten aus. Die pralle Sonne tut deiner Haut genauso wenig gut wie der deines Kindes (Übrigens: Beim Eincremen daran denken, regelmäßig nachzucremen, auch bei wasserfesten Sonnencremes. Das verlängert zwar nicht die Zeit, die du in der Sonne bleiben kannst, aber es erhält den auf der Verpackung angegebenen Schutz).

Auch bekommt es deinem Kreislauf nicht gut, aus der totalen sommerlichen Gluthitze ins kühle Wasser zu wechseln. Lass dir unbedingt Zeit beim Einstieg ins Wasser und springe nicht mit Anlauf hinein, auch wenn dir noch so sehr danach ist. Dein Körper braucht Zeit, um sich an die neue Temperatur zu gewöhnen.

Kühle dich ausreichend ab, bevor du ins Wasser gehst

2. Mach dich vertraut mit den Gefahren vor Ort

Baden am See und Fluss

Baden im See, inmitten der Natur, kann ein wahrer Genuss sein. Doch die Idylle ist manchmal trügerisch, denn abhängig von der Lage und Art des Sees gibt es zahlreiche Gefahren, die du unbedingt kennen solltest. Nicht nur, wenn du mit deinem Kind unterwegs bist.

Schlingpflanzen

Grade im Uferbereich von Seen sind oft Schlingpflanzen beheimatet, in die man beim Schwimmen leicht hineingeraten kann. Nicht immer ist ihr Auftreten von der Oberfläche zu erkennen, so wie bei Seerosen. 

Bitte gerate nicht in Panik, solltest du diese Pflanzen an Füßen und Beinen spüren. Du kannst sie einfach mit Hilfe deiner Hände in Ruhe abstreifen und dann weiterschwimmen. Hastige Bewegungen solltest du vermeiden, sonst verhedderst du dich nur noch mehr in den Wasserpflanzen. 

Unrat am Grund

Zum Thema Unrat am Grund kann ich dir eine Geschichte erzählen. An einer nicht so bekannten, versteckten Badestelle sprang einmal ein Klassenkamerad von mir mit Anlauf von der Böschung ins Wasser.

Ich vermute, mit solchen Sprüngen ins Wasser hat er es seitdem schwer, denn im Wasser verbarg sich damals eine verrostete Eisenstange, die sich so unglücklich in sein Knie bohrte, dass er danach 6 Wochen im Krankenhaus lag.

Bitte pass auf, dass dir und deinem Kind ein solches Unglück nicht geschieht und sei vorsichtig bei dir unbekannten Badestellen.   

Steile Uferböschungen

Viele Seen, aber auch Flüsse und Bachläufe haben steil zum Wasser abfallende Ufer. Oft sind diese mit Gras bewachsen (Deiche) und üben auch aufgrund ihrer Weitläufigkeit auf Kinder eine große Anziehungskraft aus.

Sei an diesen Orten bitte ganz besonders wachsam, damit deinem Kind nichts passiert.

Steile Abbruchkanten

Bagger- und Kiesseen haben oft ein unregelmäßiges Profil unter Wasser. Es kann sein, dass es zunächst für ein paar Meter fast eben ins Wasser geht.

Dann taucht plötzlich, wie aus dem Nichts, eine steile Abbruchkante auf, sodass der nächste Schritt ins Leere geht. An Badestellen, die du nicht ganz genau kennst, solltet ihr andere Badende nach solchen Gefahrenstellen fragen, oder Euch nur sehr vorsichtig vorantasten.

Lass dein Kind hier bitte unter keinen Umständen allein ins Wasser!

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Wie das geht, verrate ich dir in meinem kostenlosen Online-Minikurs:

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Unterschiedlich warme Wasserschichten

In stehenden Gewässern kann es im Hochsommer schnell passieren, dass sich unterschiedlich warme Wasserschichten bilden.

Wenn du jetzt an einem heißen Tag mit aufgeheiztem Körper ins warme Seewasser springst und dann nach ein paar Zügen in eine kalte Wasserzone gerätst, kann der schnelle Temperaturabfall des Wassers dafür sorgen, dass dein Körper das Blut zum Schutz deiner Organe im inneren zentralisiert.

Dein Körper tut dies, damit die lebenswichtigen Organe funktionstüchtig bleiben. Den Extremitäten fehlt dann das Blut zum ordnungsgemäßen Arbeiten und es können Krämpfe in Armen und Beinen entstehen.

Das ist nicht nur sehr unangenehm, sondern in der Mitte eines Sees auch außerordentlich gefährlich!

Schlammiger Untergrund

Viele Seen haben einen schlammigen, schlickigen Untergrund, der die Füße quasi festhalten möchte, wenn man mit ihm in Kontakt gerät.

Solltest du mit einem solchen Boden beim Tauchen oder Schwimmen in Berührung kommen, dann gerate nicht in Panik. Ein paar kräftige Schwimmbewegungen nur mit den Armen befreien dich sehr schnell wieder aus dem klebrigen Morast am Grund des Sees.

Am Fluss

Die Hauptgefahr am Fluss ist die Strömung, auch wenn diese von außen betrachtet nicht so stark aussieht. Schnell kannst du unbeabsichtigt in die Schifffahrtsrinne gelangen oder abgetrieben werden. 

In größeren Flüssen gibt es oft Buhnen, die die Strömung regulieren und die Ufer schützen. Die Strömungsverhältnisse und Strudel können auch geübte Schwimmer überraschen und in Schwierigkeiten bringen, denn es ist sehr ermüdend, gegen die Strömung zu schwimmen.

Mehr Informationen zu Strömungen habe ich dir im nächsten Kapitel über das Meer zusammengefasst. 

Bade niemals an Stellen, an denen Boote und Schiffe fahren. Auch in der Nähe von Schleusen oder Wehren ist das Baden enorm gefährlich, denn hier treten neben dem regen Schiffsverkehr zusätzlich starke Strömungen auf.

Ganz besonders am Fluss gilt die Regel: nur an offiziellen Badestellen ins Wasser gehen, die von einem Rettungsschwimmer überwacht sind!

An manchen Flüssen gibt es wunderschöne Badestellen

Baden im Meer

Grundsätzlich gilt für das Baden mit Kindern und Nichtschwimmern auch am Meer: badet bitte nur dort, wo Rettungsschwimmer den Strand beaufsichtigen. Nur hier ist sichergestellt, dass die Bedingungen zum Baden und Schwimmen geeignet sind und das Meer betreten werden kann. 

Sollten sich diese Bedingungen ändern, wird dies in der Regel durch farbige Flaggen gekennzeichnet. Die wichtigsten Flaggen habe ich hier für dich zusammengefasst. Es kann sein, dass es an deinem Strand vor Ort noch weitere Flaggen gibt.

Mach dich bitte unbedingt vor deinem Besuch am Strand mit der Bedeutung dieser Flaggen vertraut und achte darauf, ob sich an der Ausflaggung zwischendurch etwas ändert.

Die verschiedenen Flaggen an deutschen Stränden und ihre Bedeutung

Gezeiten

Das Auftreten von Gezeiten ist in Deutschland vor allem an der Nordseeküste gut zu beobachten.

Mit dem Eintreten der Ebbe sinkt der Wasserspiegel immer weiter ab und legt große Teile des Meeresbodens in Ufernähe frei. Das so freigelegte Watt kann zu großen Teilen betreten werden, birgt jedoch auch viele Gefahren.

Ungefähr 6 Stunden nach Beginn der Ebbe setzt die Flut ein und das zuvor freigelegte Watt wird nach und nach durch die zurückströmenden Wassermassen wieder überflutet. Ist man wandernd im weitläufigen und wunderschönen Watt unterwegs, kann man von der Flut leicht überrascht werden, wenn man die Zeit aus den Augen verliert.

Priele und Muschelbänke können einem den Rückweg zum Ufer zusätzlich erschweren. Deshalb bitte immer ausreichend Pufferzeit für die Rückkehr bei Ausflügen ins Watt einplanen und an heißen Sommertagen unbedingt viel Trinkwasser mitnehmen.

Muschelbänke

Bist du barfuß im Watt unterwegs, können dir Muschelbänke den Weg abschneiden. Der Meeresboden ist an diesen Stellen über und über mit Muscheln übersät, die aufgrund der großen Gefahr von Schnittverletzungen ohne spezielles Schuhwerk nicht betreten werden können.

Ich war selber mal auf Neuwerk auf einer Wattwanderung unterwegs, bei der jemand aus meiner Gruppe barfuß durch eine solche Muschelbank lief. Er musste seine stark blutende Wunde am Fuß mit einem T-Shirt notdürftig verbinden und, gestützt auf seine Begleiter, durch das Watt zurück ans Ufer humpeln.

Kein Spaß für alle Beteiligten und nicht ungefährlich. Erst recht nicht, wenn man sich bereits weit vom Ufer entfernt hat!

Wetterumschwünge

An der Küste kann es zu sehr raschen Wetterumschwüngen kommen. Plötzlich einsetzender Nebel macht die Orientierung unmöglich und der Rückweg ans Ufer kann nicht mehr gefunden werden.

Im Watt und bei Ausflügen mit dem Boot eine tödliche Gefahr!

Priele

Das ein- und abfließende Wasser im Wattenmeer hat tiefe Priele, also lange und tiefe Gräben, durch das Watt gezogen. Bei Ebbe strömt das Wasser mit hoher Geschwindigkeit durch diese Priele zum Meer hinaus.

Wenn die Flut einsetzt, füllen sich diese Priele als erstes wieder mit Wasser. Schwimmen und Baden in diesen Prielen ist aufgrund der starken Strömung sehr gefährlich. 

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Buhnen

An den Stränden der Meere (aber auch an Flüssen) findet man oft sogenannte Buhnen. Hierbei handelt es sich um Reihen von Pfählen aus Holz oder Beton, die rechtwinklig zum Strand- oder Uferverlauf ins Meer vorgebaut werden. Sie sollen Erosion verhindern und dienen zusätzlich der Landgewinnung.

In den Räumen zwischen den Pfahlreihen können extreme Strömungsverhältnisse entstehen. Ungeübte Schwimmer können leicht an die Buhnenwand geschleudert oder durch die Strömung herangezogen werden.

Die auftretenden Kräfte der Strömungen können so stark wirken, dass sich der Schwimmer aus eigener Kraft nicht mehr befreien kann. Miesmuscheln, die sich über die Jahre an den Pfählen der Buhnen angesiedelt haben, sorgen für eine zusätzliche Gefahr von Schnittverletzungen.

Halte daher bitte beim Schwimmen unbedingt ausreichend Abstand zu den Pfählen der Buhnen. (1)

Strömung

Es gibt viele verschiedene Arten von Strömungen im Meer. Sie können für Schwimmer und Badende sehr gefährlich werden. 

Gegen die Strömung zu schwimmen ist sehr ermüdend. Wenn du in eine Strömung geraten bist, solltest du dich nur in Strömungsrichtung fortbewegen und versuchen, seitlich aus der Strömung heraus zu kommen. Auch wenn das bedeutet, dass der Weg zum rettenden Ufer auf diese Weise viel weiter wird.

Die Küstenströmung verläuft hinter der Brandung in Ufernähe, meist parallel zur Uferlinie. Sollte diese Strömung so stark werden, dass sie eine Gefahr darstellt, wird dies durch entsprechende Flaggen gekennzeichnet.

Die Unterströmung, auch Brandungssog genannt, ist der Bewegungsrichtung der Brandung entgegengesetzt. Diese Strömung kann so stark werden, dass sie bereits im flachen Wasser ausgewachsene Menschen von den Beinen holt. Gerade mit Kindern ist hier also besondere Vorsicht geboten!

Wenn die Wellen schräg auf die Küste treffen, tritt häufig keine Unterströmung auf, sondern eine Brandungsströmung. Sie fließt in unmittelbarer Ufernähe parallel zur Küste. 

Vorsicht vor Rippströmungen! Wenn das Gleichgewicht der Druck- und Strömungsverhältnisse an einem Ort, zum Beispiel durch eine Unterbrechung in einer Sandbank, nicht mehr besteht, bricht das Wasser an dieser Stelle mit großer Kraft durch die Brandungszone.

Diese Strömung heißt Rippströmung und ist besonders gefährlich, weil sie den Schwimmer weit in die offene See zieht. Gerät man in diese Strömung hinein, sollte man Ruhe bewahren und versuchen, quer zur Strömungsrichtung aus dem Hauptstrom heraus zu schwimmen. (2)

Wie du dich verhalten solltest, wenn du in eine Rippströmung gerätst

Zonen für Surfer, Windsurfer und Kite-Surfer

An vielen Stränden gibt es spezielle Zonen und Abschnitte am Strand, an denen die Surfer ins Wasser dürfen. Sie sind durch spezielle Ausflaggung gekennzeichnet. Hier solltest du auf keinen Fall baden gehen, es droht Verletzungsgefahr!

Verhaltensbedinge Gefahren

Große Gefahren an natürlichen Gewässern, insbesondere bei Jugendlichen und Heranwachsenden, drohen auch und vor allem durch leichtsinniges Verhalten.

Dazu gehören Mutproben im Freundeskreis und das Schwimmen unter Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen. Dass solcherlei Dinge lebensgefährlich sein können, ist eine Binsenweisheit.

Dennoch sterben Jahr für Jahr Menschen aufgrund solch leichtsinniger Aktionen. So lange das nicht aufhört, muss diese Tatsache auch immer wieder Erwähnung finden.

3. Wieviele Aufsichtspersonen brauchst du beim Baden?

Wenn du mit deinem Kind am und im Wasser bist, darfst du es für keinen Moment aus den Augen lassen. Kinder, die noch nicht schwimmen können, sind zu jeder Zeit in deiner Reichweite.

Falls du mit zwei Kindern baden gehen möchtest, von denen eines schwimmen kann und das andere noch nicht, brauchst du eine zweite Aufsichtsperson. Als Faustregel für Kleingruppen mit 5-6 Kindern gilt: eine Betreuungsperson pro Nichtschwimmer und eine Weitere für alle sicheren Schwimmer zusammen.

Denn wie sonst willst du deinem bereits schwimmenden Kind zu Hilfe kommen, wenn du dich noch um einen Nichtschwimmer kümmern musst? 

Dazu habe ich gerade am letzten Wochenende im Freibad bei mir im Dorf eine Situation beobachtet, in der ein kleines Mädchen unsicher durch das Babybecken watete. Das Wasser ging ihr bis zu den Knien. Zwei Meter daneben befindet sich noch ein zweites, tieferes Becken.

Ich fragte mich: Welcher Erwachsene schaut nach diesem Mädchen? Dann sah ich ca. 4 Meter entfernt die Mutter sitzen. Sie stillte ihren Säugling. Wie schnell wird sie wohl ihrer Tochter retten können, falls sie ins Wasser stürzt? 

Solche Szenen sind Alltag in unseren Schwimmbädern und Badestellen. Meistens geht alles gut. Aber wenn es doch einmal nicht gut ausgeht, ist die Verzweiflung groß. 

Mit etwas mehr Organisation wären Unfälle solcher Art leicht zu vermeiden.

Das Baden im Meer kann ein großer Spaß sein

4. Was solltest du beim Baden dabei haben?

  • Trinkwasser 
  • eventuell warmer Tee, falls es nicht mehr ganz so warm ist
  • Badehose oder Badeanzug
  • ein UV-Shirt zum Schutz der Haut (Ich empfehle dir dieses hier. Es hat lange Ärmel und gut sichtbare Farben*)
  • Sonnenhut 
  • Sonnenschirm (falls du nicht sicher bist, einen Schattenplatz zu bekommen)
  • Sonnencreme (mindestens Lichtschutzfaktor 30, besser mehr)
  • Handtuch
  • trockene Wechselsachen
  • Rettungsweste (für Bootsfahrten oder am Hafenbecken etc.)
  • Gefäße zum Spielen (Eimer, Schüssel)

Und was solltest du nicht mitnehmen?

  • Aufblasbare Schwimmhilfen
  • aufblasbare Tiere
  • Luftmatratzen
  • aufblasbare Wasserbälle

Warum du deinem Kind diese Spielzeuge auf keinen Fall anbieten solltest, habe ich dir in diesem Artikel aufgeschrieben: “Sicherheit im Wasser – diese 13 Punkte retten Kinderleben!“

5. Wann ist der richtige Zeitpunkt, euren Badetag zu beenden?

Wenn dein Kind anfängt zu frieren, dann hol es aus dem Wasser. Warmer Tee ist ein gutes Mittel, um sich wieder aufzuwärmen. Vor allem, wenn es im Spätsommer nicht mehr ganz so heiß ist.

Bitte schätze auch deine eigenen Fähigkeiten realistisch ein. Wie lange bist du in der Lage, dein Kind im und am Wasser aufmerksam zu begleiten? 

Auch wenn dein Kind am liebsten den ganzen Tag bleiben will: Vermutlich wirst du irgendwann müde werden, und das ist auch der späteste Zeitpunkt, an dem du euren Badetag beenden solltest.

Du trägst die Verantwortung. Wenn deine Aufmerksamkeit nachlässt, ist die Sicherheit für alle nicht mehr gegeben. Bitte geh hier keine Risiken ein und entscheide selbstbewusst und mit großer Klarheit.

Checkliste:
  • Bade nur in von Rettungsschwimmern beaufsichtigten Gewässern

  • Checke vorher die Wasserqualität im Internet

  • Schätze deine Fähigkeiten gut und realistisch ein (Distanzen lassen sich auf dem Wasser oft schwer abschätzen)

  • Überschätze auch die Fähigkeiten deiner Kinder nicht

  • Ziehe deine Kindern farbige Badekleidung an, damit sie gut und eindeutig zu erkennen sind (UV-Shirts)

  • Achte auf Badeverbote und Warnschilder

  • Schwimme nie dort, wo Schiffe und Boote fahren. Auch Buhnen, Schleusen, Brückenpfeiler und Wehre birgen Gefahren und sind keine Badezonen!

  • Hol dein Kind sofort aus dem Wasser, wenn es friert

  • Kühle dich ab, vor du ins Wasser gehst oder springst! 

  • Springen nur dort, wo es tief genug ist und du das Gewässer sehr gut kennst. Niemals von Bäumen und Brücken springen!

  • Meide bewachsene, sumpfige Uferzonen und Abbruchkanten

  • Bei Gewitter sofort das Wasser verlassen!

  • Schwimme immer entlang des Uferbereiches und durchquere nicht den See aufkürzestem Weg

  • Gehe nur ins Wasser, wenn du dich wohl fühlst und gesund bist

  • Verwende niemals aufblasbare Wasserspielzeuge, Luftmatratzen und ähnliches

  • Für Jugendliche und Erwachsene: Gehe nie alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss schwimmen und achte auf deine Freunde, dass sie dies auch nicht tun

  •  Lass dein Kind niemals aus den Augen, wenn es noch nicht sicher schwimmt

  • Wenn dein Kind Nichtschwimmer ist, bleib immer in Reichweite

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verfasst von

verfasst von

Anja Kerkow

Ich bin ehemalige Leistungsschwimmerin, Schwimmlehrerin, Motopädagogin und in Ausbildung zur Pikler-Pädagogin. Mein Herzensprojekt ist die Schwimmschule ROCHENKINDER, die ich 2003 in Berlin gründete. Seitdem begleite ich Woche für Woche Kinder mit ihren Eltern achtsam auf ihrem Weg zum sicheren Schwimmen. Mit meinen Kindern lebe ich in einem 400 Seelen-Dorf im Hohen Fläming in Brandenburg.  

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